Wellington – Eine Woche in Neuseelands Hauptstadt

Windy Wellington wird Neuseelands Hauptstadt auch genannt, ich bin im Januar 2013 eine ganze Woche dort geblieben und seither zählt Wellington für mich zu den top ten Städten zum Leben.

Ihren Namen „Windy Wellington“ verdankt die Hauptstadt Neuseelands der Lage an der Cook Strait, die die Nordinsel von der Südinsel trennt. Hier weht fast immer ein strammer Wind, denn die Region liegt damit auch im Einflussbereich der sogenannten Roaring Forties, einer Zone starker Westwinde zwischen dem 40sten und 50sten südlichen Breitengrad.

New Zealand - Queen Charlotte Sound

New Zealand – Queen Charlotte Sound

Und so ist der Empfang alles andere als vielversprechend. Vom Fährhafen Picton auf der Südinsel aus starte ich bei strömendem Regen auf meine Fährpassage zur Nordinsel, nach Wellington. Mit der Interislander Ferry brauche ich für die ca. 92 Kilometer durch den Queen Charlotte Sound hinaus auf die Cook Strait und von dort in die Harbour Bay von Wellington etwa dreieinhalb Stunden. Ohne Fahrzeug und one-way kostete das Ticket 65 NZD. Bluebridge bietet als zweite Reederei die Passage durch die Cook Strait an. Flugverbindungen nach Wellington gibt es -> hier.

Aber ich habe Glück im Unglück. Zwar regnet es die ganze Fahrt, doch die gefürchtet raue See auf der Cook Strait bleibt auf dieser Überfahrt aus und die riesige Fähre liegt vergleichsweise ruhig. Auf der Rückfahrt werde ich sogar strahlenden Sonnenschein bei spiegelglatter See haben und insbesondere die Passage durch den Queen Charlotte Sound ist bei diesen Bedingungen eine traumhafte Seereise.

Wellington, auf Maori „Te Whanganui-ā-Tara“, was so viel wie der große Hafen des Tara bedeutet, präsentiert sich bei meiner Ankunft erst einmal ebenso regnerisch wie Picton. Vom Fährhafen geht es mit einem Shuttlebus zur Railway Station, ab dort mit dem Bus zum YHA.
Der öffentliche Nahverkehr funktioniert gut, die Fahrplanauskunft und Preise inklusive der Region gibt es hier bei MetLink. Die Preise für die einfache Fahrt begannen 2013 bei 2 NZD. Vieles in Wellington kann man aber auch sehr gut zu Fuß erreichen. Auf den Seiten der Wellington Visitor Informationen gibt es viele nützliche Tipps und Links, wie z.B. den Wellington City Pass zur Nutzung des Nahverkehrs und Eintritt zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Sie sind Teil der Discover Wellington Seite mit vielen weiteren Informationen rund um die Stadt.

Wellington-Waitangi Park

Wellington-Waitangi Park

Meine Unterkunft, das YHA liegt recht verkehrsgünstig und zentral am südlichen Ende der Harbour Bay nahe des Waitangi Parks und ist wirklich zu empfehlen. Das Zimmerangebot reicht vom 8-Bettenschlafsaal und Gemeinschaftsbad bis zum Zimmer mit eigenem Bad. Das Einzel-/Doppelzimmer mit sehr sauberem Gemeinschaftsbad gab es zum Beispiel ab 75 NZD. Bei meiner Buchung gab es die YHA Card ohne Aufpreis noch dazu und damit auch freies WiFi, auf solche Vorteile wird man dort auch ohne Nachfrage hingewiesen. Hier gibt es weitere Unterkünfte in Wellington.

Am späten Nachmittag beruhigt sich das Wetter und schon bei meinem ersten kleinen Rundgang wird klar, dass diese Stadt mir hervorragend gefällt. Einziger Wehrmutstropfen sind die Januar- und damit Hochsommertemperaturen von maximal 25 Grad. Angesiedelt auf den Hügeln rund um die Wellington Harbour Bay hat man von fast allen zentralen Stadtteilen irgendwie Meerblick.
Mit seinen knapp 450.000 Einwohnern ist die Stadt auch noch überschaubar groß und bietet neben dem Regierungssitz ein breites kulturelles Angebot sowie extrem entspannte und gute Restaurants und Bars. Hier geht es zu den „Things to do in Wellington„. Im dreimal so großen Auckland wird das Geld verdient, während hier gelebt wird.

Am kommenden Tag nehme ich mir die erste Hälfte der Besichtigungstour vor, da ich aber früh dran bin und Wellington wirklich nicht riesig, wird es die komplette Tour. Hier gibt es den Stadtplan von Wellington. Zunächst quer durch die Stadt auf die gegenüberliegende Seite der Bucht und von dort mit dem cable car vom Lambton Quai für 4 NZD die einfach Fahrt hinauf zum Kelburn Lookout. 

Wellington-Cable Car

Wellington-Cable Car

Von dort hat man bei phantastischem Wetter einem tollen Blick über Wellington und die Bucht.

Hinunter geht es dann zu Fuß quer durch den Botanischen Garten und von dort in das sich anschließende Parlamentsviertel.

Vorbei am Bahnhof laufe ich dann hinunter zur Sea Front und an dieser entlang bis zur Oriental Parade und entdecke das Beach Babylon als eine meiner Lieblingsbars.

Wellington-Babylon Beach1

Wellington-Babylon Beach1

Da der Tag noch jung ist klettere ich von hier erst über viele Stufen, dann über steile Wege und schließlich auch quer durch den Wald hinauf auf den Mt. Victoria Lookout. Das ist nicht nur sportlich, sondern lohnt sich auch von der Aussicht.

Wellington-Mt. Victoria Lookout2

Wellington-Mt. Victoria Lookout2

Wellington-Mt. Victoria Lookout1

Wellington-Mt. Victoria Lookout1

Am Abend geht es dann zum Essen und auf ein Bier oder zwei auf und um die Cuba Street, etwa einen Kilometer vom YHA entfernt.

Wellington-Cuba Street

Wellington-Cuba Street

Ich beschließe, noch ein paar Tage in Wellington dran zu hängen, weil mich die Stadt entspannt und angenehm ist. Außerdem scheint hier überwiegend die Sonne, laut Wikipedia an mehr Tagen als in San Francisco und Sidney. Heute ist wieder so ein Tag.

Die 4 Stunden und 45 NZD teure Wellington Movie Tour ist ein Beispiel dafür, wie man aus nichts Geld macht und kann man getrost auslassen. Die „Originalschauplätze“ der Herr der Ringe Trilogie auf dem Mount Victoria, auf dem ich ja bereits war, sind eben die Bäume, unter denen nun die Touris zu absonderlichen Spielchen animiert werden.

Und die Weta Studios, die zweitgrößten Epecial Effects Studios der Welt mit mehr Rechnerkapazität als die NASA kann man nur von außen besichtigen, also Hallen ansehen. Einzig die Weta Cave, so eine Art Minimuseum mit Giftshop und einem 25 minutigem Demo Film über Weta ist ganz o.k. Dafür kann man im Embassy Movie Theater Filme dort ansehen, wo der Herr der Ringe und der kleine Hobbit als Weltpremiere aufgeführt wurden.

Viel besser ist es da schon ins Te Papa Nationalmuseum zu gehen, den  Civic Square zu besuchen, in 25 Minuten zum Strand nach Island Bay zu fahren oder einfach nur in den guten Bars, Restaurants zu sitzen. Für die Abende gibt es z.B. im Valhalla und weiteren Konzerthallen auf der Cuba Street Konzerte und Tags über Flower Power Live Music am Civic Center an der Waterfront oder das Samoanische Kulturfestival im Waitangi Park.

©Joe 2014

Und hier geht es zur Reisevorbereitung für Neuseeland.



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