Arles – Theater und Arena

Die kleine Stadt in Südfrankreich ist das Tor zur Camargue und geprägt von ihrem römischen Erbe. Die Hauptattraktionen aus dieser Epoche sind das antike Theater, die Arena und der berühmte Maler aus dem 19. Jahrhundert. Viel Spaß jetzt beim kleinen Rundgang durch Arles.

Die Stadt liegt am Ufer der Rhône und ca. 25 Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Hin kommt man mit dem Wagen über die E80, entweder von Nimes oder von Salon-de-Provence aus. Mit der Bahn erreicht man Arles zum Beispiel über die TGV Bahnhöfe Avignon oder Marseille und von dort aus mit dem Bummelzug.
Oder man reist, wie wir, mit dem Fernbus an. Zum Beispiel von Aix-en-Provence aus für 17 €. Diese und weitere Anreisemöglichkeiten gibt es auch hier auf den Seiten des Fremdenverkehrsamts.

Der Stadtkern von Arles ist übersichtlich und Sehenswürdigkeiten sind sehr gut zu Fuß zu erreichen, zum Stadtplan geht es hier.

Für die Stadt selbst reicht ein Tag zur Besichtigung aus, es sein denn, man kommt zum Reisfest im September, dann sollte man ein paar Tage einplanen und seine Unterkunft lange im Voraus buchen. Arles-Place du ForumWir hatten uns im Hôtel du Forum an der gleichnamigen Place du Forum in der Altstadt für 125 € ohne Frühstück im sehr geräumigen Doppelzimmer  einquartiert.

Das antike Theater und die Arena können mit einem kombinierten Eintrittsticket für 6,50 € pro Erwachsenem besucht werden, beide Orte werden auch heute wieder für kulturelle Veranstaltungen, die Arena auch für Stierkämpfe genutzt.Arles Theater 2Das römische Theater stammt aus dem 1. Jahrhundert vor Christus und ist nur noch rudimentär erhalten, die eigentliche Größe lassen nur noch die beiden verbliebenen Säulen und die Zuschauerränge erahnen.

Die Arena, das Amphitheater, mit ihren 2 Geschossen und je 60 Arkaden wurde ca. 90 nach Christus erbaut und bot ca. 25.000 Zuschauern Platz. Arles Arena 1Im Mittelalter wurde sie zur Festung mit Wehrtürmen ausgebaut.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde sie schrittweise restauriert und wird heute vor allem als Stierkampfarena benutzt. Über den Sinn solcher Veranstaltungen als Kulturgut oder als sinnlose Tierquälerei kann meines Erachtens Anno Domini 2014 nicht mehr wirklich trefflich gestritten werden. Dafür hat der Wirt gegenüber mit seiner Namenswahl zumindest eine Art von Humor bewiesen.Le Lion GourmandSehenswert ist ebenso die Place de la Republique mit dem prächtigen Hôtel de Ville. Arles Place de la RepubliqueDirekt gegenüber liegt die romanischen Kathedrale St. Trophime d’Arles aus dem 12. Jahrhundert, deren gotischen Erweiterungen aus dem 15. Jahrhundert stammen. Arles KathedraleDie Konstantin Thermen nahe der Rhône sind einen Besuch Wert und natürlich die Austellungshalle zu Ehren des berühmtesten Künstlers, der hier malte: Vincent van Gogh!

Natürlich hat die Stadt noch mehr an Sehenswürdigkeiten zu bieten, aber für einen Tag ist das schon ein ganz anständiges Programm.

Natürlich darf gutes Essen in Frankreich nicht fehlen, die nette Rezeptionistin vom Hôtel de Forum empfahl uns gleich vier gute französiche Restaurants: La Gueule du Loup, Le 16, Le Plaza und L‘ Entrevue. Wir waren im Le Plaza und das 3 Gänge Menü samt Aperitif und Wein war durchaus seine 40 € pro Person wert.

Wer etwas weniger anlegen möchte, dem kann ich ausdrücklich eine Flasche Châtêauneuf-du-Pape aus dem Supermarkt empfehlen. Dazu Baguette, Brie und eine Bank mit Aussicht, schon hat man für unter 10 € auch hervorragend gegessen und getrunken. Aber dazu mehr auf meiner Avignon-Seite.

(c) Joe 2014



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