Penang

„Who wouldn’t like Penang?“ So steht es im Reiseführer und siehe da, es ist wirklich schön dort. Warum? Das erzähle ich Dir hier.

Von Tanah Rata in den Cameron Highlands geht es mit dem Bus gut 240 Kilometer zum Busbahnhof von Butterworth, von dort über die Brücke auf die Palau Penang und hier nach Georgetown. Am etwas außerhalb gelegenen TransitLink Busterminal wird man abgesetzt, von dort kann man sehr gut mit dem Linienbus zum zentralen Nahverkehrsbusbahnhof in die Nähe des Kompleks Komtar fahren. Eine Karte von Georgetown als PDF gibt es hier. Man kann auch über den internationalen Flughafen von Penang oder mit der Bahn via Butterworth anreisen.

Wir laufen vom Busbahnhof in Georgetown die 500 Meter entlang der Lebuh Cintra zunächst zur im Reiseführer hochgelobten und fast ausgebuchten Travellers Lodge. Die Wege und Entfernungen in Georgetown sind überschaubar. Während ich auf dem Gepäck sitze sieht Sven sich die Räumlichkeiten an und kommt mit schmerzverzerrtem Gesicht wieder zum Vorschein: Pappwände, Räume ohne Fenster, verschimmeltes Bettzeug und ein Gemeinschaftsbad, das vor allem aus einem Waschbecken in Hof besteht, kurzum, die ideale Location um die Fortsetzung von „The Beach“ zu drehen.

Hotel Gorgetown

Cathay Hotel Penang

Wir ziehen in das in der parallelen Lebuh Leith gelegene Cathay Hotel, ein stylisches, aber etwas in die Jahre gekommenes Chinesenhotel, welches auch von der Lebuh Muntri über den Hof des Cathey Health Centers, in dem vor allem das Wohlbefinden älterer Herren von nur geringfügig jüngeren Damen gepflegt wird, zu erreichen ist.
Für 69 Ringitt das Doppelzimmer sind die zwei Nächte vollkommen in Ordnung, das Zimmer ist riesig und zeugt von den besseren Zeiten des Hotels. Die AC läuft entweder volle Pulle oder gar nicht und das Bad neigt etwas zum Schimmel, was aber bei dem Klima fast normal ist.

Hinter der Rezeption befindet sich die nach oben offene Lobby, der alte Portier erklärt uns, dass das wegen des guten Feng Shui erforderlich ist („You know, we Chinese People are a little bit superstitious!“) und im ersten Stock befindet sich eine gigantische Halle mit dunklem Parkett, das Cathay hat viel morbiden Charme … . Hier findet Ihr weitere Hotels in Georgetown. Wir machen uns auf in die Stadt.

Mosque Georgetown

Moschee in Georgetown

„… With its colourful, historically intriguing capital of Georgetown, superb food everywhere and easy-going kampung atmosphere, who wouldn’t like Penang?“

Ja wirklich, wer würde Penang mit seinen malaysischen, chinesischen und indischen Bewohnern und seiner Kapitan Keeling Mosque, der St. George’s Church, der City Hall, dem Victoria Memorial Clocktower, dem Sri Mariamman Temple und, und, und nicht mögen. Das 28 Quadratkilometer große Penang und Georgetown waren der älteste britische Besitz in Malaysia, noch bevor das ehemalige Empire Singapur und Melaka okkupierte.

Georgetown ist ein echter Melting Pott aus Südostasien, Indien, China und Europa mit Menschen, Essen und Religionen aus all diesen Ecken der Welt und es funktioniert im offiziell streng muslimischen Malaysia ganz augenscheinlich sehr gut. Der Prophet duldet offensichtlich doch andere Glaubensansichten und genau das wird hier praktiziert. Zu einem kleinen Reiseführer Georgetown auf Englisch geht es hier.

Hindutempel Georgetown

Hindutempel Georgetown

Auf dem Weg durch Little India beginnt es am späten Nachmittag leicht zu nieseln, wir schaffen es noch, die Lebuh Pitt (Jalan Masjid Kapitan Keeling) in Richtung Chinatown zu überqueren. Vor dem einsetzenden Wolkenbruch flüchten wir so gerade noch rechtzeitig auf die Terrasse eines chinesisches Restaurants und verbringen dort über eine Stunde. Bei diesem Tropenregen geht in hier nichts mehr.

GeorgetownDer Versuch am kommenden Sonntag morgen in Georgetown ein offenes Reisebüro zu finden führt zu einer ausgedehnten Stadtbesichtigung zu Fuß, immer noch die beste Art und Weise, eine Stadt zu erkunden. So sieht man auch mal die Ecken, die man sonst nicht zu Gesicht kriegt. Auch tragen das gute und kalorienarme Essen sowie die ausgedehnten Spaziergänge bei 33 Grad Celsius zur Erhaltung und Verbesserung der sportlichen Figur bei.

Georgetown Buddhist TempleZum Schluss kriegen wir in einem Buchladen auf der Lebuh Chulia, also quasi vor der Haustür, was wir brauchen: Ein Fährticket nach Palau Langkawi für den nächsten Morgen um 8:00 Uhr. Dazu erfahren wir, dass es zur Zeit keinen Fährverkehr von dort nach dem thailändischen Koh Lipe gibt und am Pier von Langkawi die Fährtickets nach Satun auf dem thailändischen Festland verkauft werden.

Mit dem Bus geht es dann nach Air Itam zum Kek Lok Si Tempel, dem größten buddhistischen Tempel Malaysias. Mit den Rapid Penang Buslinien 201, 203, 204, 206, 306 oder U502 kommt man hin.

Follow meNahe dem Penang Hill gelegen und von wirklich gigantischen Ausmaßen ist er sonntags auch eine Touristenattraktion für jung und alt. Wir entscheiden uns für den Weg nach oben über die „Shampoo-Strasse“, der Weg ist überflüssigerweise ausgeschildert mit „Kek Lok Si, Follow me!“ Man kann auf einen der Tempeltürme klettern, in Thailand würde man sie Chedi nennen, und einen grandiosen Blick über Georgetown und das auf dem Festland liegende Butterworth genießen.

Mit dem Incline Lift geht es dann ganz hinauf zur Bronze Statue von Avalokiteshvara (Kuan Yin), dieser Bereich ist im November 2006 noch in Bau, es werden gerade Säulen zur Überdachung der Statue aufgestellt. Den Weg zum Tempelgebäude säumen chinesischen Tierkreiszeichen. Hinunter geht es über den eigentlichen Pfad zum Tempel, der hier auf ganzem Weg beidseitig von Händlern gesäumt ist, die mehr oder weniger nützliche Dinge verkaufen.

Kek Lok Si 2

Kek Lok Si Tempel Penang

An diesem Abend regnet es in Malaysia wieder einmal, ein freundlicher Passant erklärt uns nun endlich auch den Sinn: „Free shower!“

(c) Joe 2014

Hier geht es zur Reisevorbereitung für Malaysia.



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